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Pflege und Heilung: die ersten Wochen

Die Arbeit an deinem Motiv endet nicht in der Kabine. Wie ein frisches Tattoo abheilt und was du in den ersten Wochen dafür tust.

Ein frisches Tattoo ist eine oberflächliche Wunde, und der Körper behandelt sie auch so. Wie sauber ein Motiv am Ende wirkt, entscheidet sich zu einem guten Teil in den Tagen nach dem Termin. Die gute Nachricht: Viel ist es nicht, was du tun musst – es kommt eher darauf an, das Richtige zu lassen.

Die erste Woche

Direkt nach dem Stechen decke ich die Stelle ab. Wie lange die erste Folie oder das Pflaster draufbleibt, bespreche ich am Termin mit dir, denn das hängt vom Material und von der Körperstelle ab. Danach wäschst du das Tattoo vorsichtig mit lauwarmem Wasser und einer milden, parfümfreien Seife und tupfst es trocken – nicht reiben.

In den ersten Tagen nässt die Haut oft etwas, das ist normal. Eine dünne Schicht einer geeigneten Pflege reicht völlig; zu viel Creme weicht die Haut nur unnötig auf. Weniger ist hier tatsächlich mehr.

Wenn es juckt und schuppt

Nach ein paar Tagen beginnt die Haut, sich zu schließen. Sie spannt, juckt und bildet feine Schuppen – auch das gehört dazu. Der wichtigste Satz für diese Phase: nicht kratzen und nichts abziehen. Wo sich Schuppen lösen, tun sie das von allein. Reißt man sie ab, kann Farbe mitgehen, und genau dort entstehen später die kleinen blassen Stellen.

In dieser Zeit gehören ein paar Dinge pausiert:

  • kein Bad, keine Sauna, kein Schwimmbad
  • kein direktes, langes Sonnenbad auf der frischen Stelle
  • keine enge, reibende Kleidung genau darüber

Die Wochen danach

Oberflächlich sieht ein Tattoo oft schon nach ein bis zwei Wochen fertig aus. Darunter arbeitet die Haut aber noch länger, bis alles vollständig zur Ruhe gekommen ist. In dieser Zeit lohnt es sich, die Stelle weiter einzucremen und – das ist auf lange Sicht das Wichtigste – vor Sonne zu schützen. UV-Licht ist der größte Feind kräftiger Linien und feiner Grauverläufe.

Ob nach dem Abheilen eine kurze Nachkontrolle sinnvoll ist, schauen wir uns gemeinsam an. Wann sich das lohnt, habe ich in einem eigenen Beitrag beschrieben. Bei Fragen zwischendurch erreichst du mich jederzeit über die Kontaktseite.

Dieser Beitrag beschreibt allgemeine Pflegehinweise aus der Praxis und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn eine Stelle stark schmerzt, anhaltend gerötet oder überwärmt ist oder sich sonst untypisch verhält, wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.

Deine Idee. Klar formuliert.

Wenn du magst, halten wir deine Idee in wenigen Schritten fest – in deinen Worten, unverbindlich. Ich melde mich persönlich zurück.

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